|
Nach einer tollen Hinrunde 2010 ging es in der Rückrunde gleich zu Beginn um alles. Die ersten drei Spiele waren aufgrund der vielen ausgefallenden Spiele, in der abgelaufenden Hinserie, entscheidend. Man spielte gegen Vatanspor, Kriegsdorf und Hütte. Da man in der Vorbereitung wusste, dass diese Spiele richtungweisend sein werden, ging man im Training knallhart zur Sache. Die harte Trainingsarbeit gab einem Recht und somit gewann man die Spiele verdient. Was dann passierte nennt man das "Wolfsburg Syndrom". Obwohl man es in der Hinrunde bei dem ein oder anderen Gegner schwer hatte, gab es in der Rückserie kein halten mehr. Zu stark war der Wille aufzusteigen. Symptomatisch waren die Spiele gegen Eschmar. Verlor man im September noch verdient mit 4:1 gab es im Sportpark Süd die bittere Revanche. Das Match wurde hoch verdient mit 4:1 gewonnen. Die Eschmarer besiegten eine Woche danach, die hoch favorisierte Mannschaft aus Hütte mit 8:2. Es war die letzte Chance für Hütte, uns am Aufstieg zu hindern.
Am 23. Spieltag war es dann soweit. Gegen Altenrath wurde mit einem 7:0 der Aufstieg perfekt gemacht. Für Trainer Krenn war es die Bestätigung der letzten Jahre. Wurde man im ersten Jahr noch Achter, ging es fortan aufwärts.
Mit viel Einsatz wurde ein schlagkräftiges Team geformt um das große Ziel Aufstieg zu verwirklichen. Die Freude über den Aufstieg war aber mehr als getrübt, da die 1. Mannschaft leider abgestiegen war. Eigentlich eine merkwürdige Konstellation. Ein Auf und Abstieg beider Seniorenmannschaften ist wohl in der Historie noch nicht vorgekommen.
Nach vielen Vorgesprächen im April, ging Trainer Krenn mit Vorfreude ins Abenteuer Kreisliga B. Durch die bis dahin wenigen Spielerabsagen ging er recht optimistisch in die Saison und gab als Ziel Platz fünf bis zehn aus. Man wollte den Favoriten die Stirn bieten und die Mannschaft in der Liga etablieren.
Das er mit Jochen Brodeßer, Jens Fichtel, Boris Nowak, Mike Plaster, Daniel Wipperfürth, Daniel Schenk, Björn Holstein, Niema Mamedi, Tobias Heinz, Stefan Gondorf, Fahin Aniwari und Alexander Plett auf sage und schreibe 12 Spieler verzichten musste, machte den Start in die neue Saison jedoch nicht einfacher.
So blieben aus der Mannschaft nur noch Ralph Hennes, Sebastian Rein, Tobias Kuth, Steffen Brüggemann, Marc Kurtenbach, Adel Pappas, Bastian Hausmann, Manuel Maus, Sascha Gladziewski und Tobias Hessing.
Hinzu kam, dass sich mit Thorsten Schlimgen und Johannes Theisen zwei weitere Spieler verletzten und lange Zeit ausfielen.
Sehr erfreulich ist aber, dass nicht nur die erste, sondern auch die zweite Mannschaft, von der mehr als guten Jugendarbeit des JFC profitieren konnten.
So kamen mit Timo Bierschenk, Marc Dierichs, Tim Welling, Pascal Werner, Jonas Büttgenbach, Max Gehder, Jens Hollstein und Lukas Filz viele Talente die es galt nicht nur zu fördern, sondern auch menschlich weiter zu bringen. In der Vorbereitung arbeitete man zusammen mit dem Trainer der ersten Mannschaft (Holger Adenheuer) sehr gut zusammen. Hier der Dank an Holger, Dano und Ingo. Das die Saison sehr schwierig wird für die zweite Mannschaft kristallisierte sich schnell heraus. Zu groß war der Aderlass von Spielern und aufgrund der späten Kaderbildung fehlte einfach die Zeit. Hinzu kam der Wechsel auf die Viererkette. Verlor man im ersten Spiel noch knapp und gewann das zweite Spiel, gab es gegen Hellas Troisdorf eine heftige Abreibung.
Nach diesem Debakel war die Ernüchterung sehr groß. In den nächsten Tagen wurde viel im Training gearbeitet und sehr positiv bleibt zu erwähnen, dass die Trainingsbeteilung „erste Sahne“ ist. Im Schnitt 14 Mann sorgen für Training auf hohem Niveau.
Dass man gegen Oberlar, Adler Meindorf, St.Augustin, Altenrath und Hellas Troisdorf, die durch die Bank über erfahrende Kreisliga A Spieler verfügen verliert, sollte den Verantwortlichen der Hertha Rheidt keine Angst machen. Ein Aufwärtstrend ist aufgrund der Arbeit im Training sichtbar. So ist die Ausbeute mit neun Punkten zwar recht ernüchternd, jedoch gibt es Grund zur Hoffnung. Dass man am Ende der Saison mit den Spielen gegen Hangelar, Troisdorf 05 und Lülsdorf mit einem Remis leben musste, obwohl man überlegen war, spricht Bände. Mit diesen sechs Punkten mehr wäre man trotz des oben geschriebenen Textes in Soll!!!!!!!!!!!!! Nämlich auf dem zehnten Tabellenplatz.
Klar ist, dass die Entwicklung der vielen jungen und der gestandenen Spieler weiter gehen muss, um so schnell wie möglich in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. Deshalb nimmt die zweite Mannschaft mit dem 17. Januar sehr früh den Trainingsbetrieb wieder auf. Erfreulich ist, dass mit Jochen Brodeßer, Tobias Heinz und Timo Uhlendahl, wieder drei ganz wichtige Spieler den Kader verstärken. Zudem ist Marc Dierichs endlich in der Rückrunde spielberechtigt und kann der Mannschaft mehr als nur weiterhelfen. Das stimmt Oliver Krenn recht zuversichtlich und steht seiner Truppe auch wieder aktiv zur Seite. Wenn das Verletzungspech der 1.Mannschaft in der Rückrunde mal nicht mit dem „Hammer“ zuschlägt, kann man sicherlich auch noch auf die ein oder andere Verstärkung hoffen.
Wer Interesse hat sich die 2.Mannschaft nicht nur im Training anzuschauen, kann dies auch bei diesen Terminen in der Vorbereitung machen. Aufgrund der wichtigen Auswärtsspiele am Anfang der Rückrunde, finden alle Testspiele auswärts statt. Gespielt wird am 5.Februar um 15 Uhr bei der ungeschlagenen SG Eschmar. Am 12.Februar bei der Zweitvertretung des FV Bad Honnef, ebenfalls um 15 Uhr und am 26.Februar bei der ungeschlagenen U 23 des 1 FC Niederkassel um 13 Uhr.
|