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Kendo - eine nicht alltägliche Sportart
Seit 1992 bietet der FC Hertha Rheidt die japanische Sportkampfart Kendo an. Kendo ist eine abgewandelte, moderne Art des ursprünglichen japanischen Schwertkampfes, wie ihn die Samurai erlernten und lebten. Kendo verfolgt nicht nur die Techniken und Taktiken des Schwertkampfes, sondern auch die geistige Ausbildung des Menschen. Die Einführung des Begriffs "Kendo" geht bis zum Beginn des 18. Jahrhundert zurück. Die Übenden sollen vor allem Charakterfestigkeit, Entschlossenheit und moralische Stärke erlangen. Im Kendo-Wettkampf ist es das Ziel mit einem Bambusschwert, dem Shinai, eine der vier festgelegten Trefferzonen zu treffen. Die Trefferflächen werden laut gerufen (z.B.: Kote (Handgelenk)!, Men (Kopf)!, Do (Bauchseite)! Tsuki (Kehle)! Mit diesen lauten Rufen soll vermittelt werden, dass der Treffer kein Produkt des Zufalls war, sondern mit voller Absicht und Überzeugung erzielt wurde. Für diese Sportart ist eine Schutzausrüstung (Zekken) unbedingt erforderlich. Sie besteht aus einem Kopfschutz, dem Schutz für Hände und Unterarme, einem Rumpfschutz und dem Lendenschutz. Im Deutschen Kendobund gibt es sechs Schülerstufen (Kyu-Grade) beginnend mit dem 6. Kyu, als niedrigstem und endend mit dem 1. Kyu als höchstem Grad. Die Schülergrade werden durch eine Prüfung erreicht. Anschließend beginnen die eigentlichen Graduierungen (Dan-Grade). Offiziell kennt man 10 Kyu-Grade und 10 Dan-Grade. Beim Kendo ist der 8. Dan der höchste durch eine Prüfung zu erlangende Grad. Letzte Woche haben Johanna und Joachim Mehldau, sowie Thomas Börner die Prüfung für den vierten Kyu-Grad erfolgreich bestanden.
Unter der fachlichen und erfahrenen Leitung von Trainer Yukio Shimizu trainieren zur Zeit 32 Kendokas, darunter 8 Jugendliche im Alter von 8-17 Jahren, immer dienstags von 17:00 - 20:00 Uhr in der alten Turnhalle in Lülsdorf, um an den nächsten Prüfungen für Schülergrade teilnehmen zu können. Wer Interesse an dieser Sportart hat und sich selbst ein Bild des japanischen Schwertkampfes machen möchte, schaut einfach beim nächsten Training vorbei.



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